Prosa

Tagebuchartige Texte haben fast mein ganzes Leben begleitet. Noch erhalten sind mehrere Notizbücher mit Aufzeichnungen ab 1943. Dann begann ich, für mich kleine Hefte zusammenzustellen mit verschiedenen Texten, darunter eigene. Auch habe ich immer gerne Briefe geschrieben (einem Freund habe ich beispielsweise seit 1969 jede Woche einen Brief gesandt - und das bis heute!). So kam auch die Mitarbeit an Zeitungen und Zeitschriften nicht zufällig. Der "Rheinische Merkur" bat mich regelmäßig zudem um Buchbesprechungen, die "Kölnische Rundschau" auch, später der "Christ in der Gegenwart". Ich bin selbst erstaunt, wenn ich in mein Archiv schaue, was da alles zur Sprache kam. Die beiden Bücher zur Jugendarbeit habe ich schon erwähnt, ein sogenanntes Stundenbuch im Lahn-Verlag trug den Titel "Allein der Preisung dienen und dem Dank". Die meisten meiner großen Reisen und Auslandsaufenthalte habe ich "beim Wort genommen". So entstand ein Manuskript über Zypern "Ikonostase des Lichtes", über Rußland, weitere Fahrtenbücher sind versammelt in dem Band "Ich preise dich um deiner Wege willen" und einem Deutschlandband "Wo aber gehen wir hin - immer nach Hause". Die regelmäßigen Aufsätze für die Kölner Kirchenzeitung über die liturgischen Texte der Sonntage habe ich vereinigt unter dem Titel "Wie freute ich mich, da man mir sagte..." Am wichtigsten ist vielleicht der große Sammelband "Das Gottesfest" mit Aufsätzen aus dem Jahreskreis, dem Brauchtum und der Liturgie, "von schönen, alten und heiligen Dinge" also. Seit Jahren schreibe ich zu Weihnachten an einen weltweiten Freundeskreis einen ausführlichen Brief unter einem weihnachtlichen Thema; auch daraus ist ein Manuskript geworden "Liebe Freunde...!" Und mancher Aufsatz ruht noch im Speicher des Computers. Manch einer in meiner kleinen Seelsorgsgemeinde sammelt inzwischen meine Festtagsbriefe und seelsorglichen Anmerkungen, die auf losen Blättern erscheinen. Das alles macht Freude und wird gelesen. Aber leider findet sich kein Verlag für solche Manuskripte. Anfang 2003 veröffentlichte die evgl. Zeitschrift "Quatember" einen umfangreichen Aufsatz von mir "Gebet, Liturgie, Sprache". Ein Manuskript über die Passions- und Osterzeit liegt vor, mit einer Kreuzwegbetrachtung und einer Meditation über die "Sieben letzten Worte Jesu am Kreuz". Im Grunde ist die Prosa mit meiner Lyrik verwandt, wie kritische und aufmerksame Leser feststellen. So bilden beide Kunstformen eine Einheit, die vom "Wort" als vorgegebenem Schöpfungsgeschenk Zeugnis ablegt und sich menschgewordenen "Wort" verpflichtet weiß. Die Schönheit der Sprache soll die Schönheit Gottes erfahrbar machen./p>